Die Welt steckt voller Worte.
Sie fliegen frei umher
und setzten sich schräg
mal hier mal dort
nieder.
Einfangen möchte ich sie
mit einem Köcher.
beschwören
und bannen
auf das Papier'
Entfliehen unentwegt
Sie lassen sich nicht fangen
strömen
in Massen
himmelwärts'
Sie verweigern sich mir,
Lehren sollen sie mich,
die rechte Reihenfolge
zu beachten.
Die Welt steckt voller Worte.
Sie sollen nicht mehr bocken.
Ich will sie verführen
über ihren Anspruch bestimmen
und niemand wird sie warnen.
Die Welt steckt voller Worte
Mit Liebesschwüren
werde ich sie ködern
Sie sollen lieblich tanzen
auf dem Papier.
© Gabriele
Höhnke, September 2004